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Schifffahrt5 Min.

FuelEU Maritime im zweiten Jahr: Was Bio-LNG-Lieferanten wissen müssen.

FuelEU Maritime gilt seit dem 1. Januar 2025. Nach dem ersten Berichtsjahr zeigt sich, woran Bio-LNG in der Praxis gemessen wird: an Zertifizierung, Nachweiskette und Methanschlupf.

Der Rahmen

Die Verordnung gilt für Schiffe ab 5.000 BRZ, die EU-Häfen anlaufen. Sie begrenzt die THG-Intensität der Energie an Bord gegenüber dem Referenzwert von 2020: minus 2 Prozent ab 2025, minus 6 Prozent ab 2030, minus 14,5 Prozent ab 2035 und schrittweise bis minus 80 Prozent im Jahr 2050. Bewertet wird well-to-wake.

Was sich in der Praxis zeigt

  • Ohne Zertifizierung kein Wert: Nicht nach einem anerkannten System zertifiziertes Bio-LNG wird wie der ungünstigste fossile Kraftstoff behandelt.
  • Methanschlupf zählt mit: Ohne zertifizierten Messwert gilt ein Standardwert, für mittelschnelllaufende Otto-Dual-Fuel-Motoren 3,1 Prozent. Messungen deuten darauf hin, dass der reale Schlupf höher liegen kann. Eine Anhebung des Standardwerts würde den THG-Vorteil verringern.
  • Die Nachweiskette über Transport, Verflüssigung und Bunkern ist der kritische Pfad. Fehler an einer Stelle kosten die Anrechenbarkeit der gesamten Menge.
  • Bio-LNG für die Schifffahrt ist von der deutschen THG-Quote ausgenommen und wird über FuelEU Maritime bewertet.

Was Lieferanten jetzt tun sollten

Weisen Sie THG-Werte aus, die den Methanschlupf tragen, auch wenn der Standardwert steigen sollte. Lassen Sie Verflüssigungsanlage und Terminal in die Massenbilanz einbeziehen. Und stimmen Sie Nachweisfristen mit der Verifizierungsperiode der Reederei ab.

Wie wir die Kette von der Einspeisung bis zum Bunkern führen, beschreiben wir auf der Marktseite Schifffahrt. Zur Marktseite Schifffahrt

Dieser Beitrag ordnet ein und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Stand: Oktober 2026.

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